
Allergische Erkrankungen: Reaktionen der Haut
Allergien können sich auch auf die Haut auswirken. Ein Kontakt mit Allergenen kann zu verschiedenen Symptomen führen:
- Juckreiz
- Knötchen
- Bläschen
- Hautrötungen
- Schuppenbildung
- Verkrustungen
Diese Hautentzündungen treten zunächst nur dort auf, wo die Haut mit dem Allergen in Berührung gekommen ist. Dauert der Kontakt aber länger, kann sich der Ausschlag über den gesamten Körper ausbreiten.
Die häufigsten Auslöser sind:
- Metalle (besonders Nickel)
- Duftstoffe
- UV-Strahlen (lösen die bekannte "Mallorca-Akne" aus)
- Zusatzstoffe in Textilien, Kosmetika, Nahrungsmitteln und Medikamenten
Von Beruf Allergiker
Kontaktekzeme sind sehr häufig berufsbedingt. Am meisten betroffen sind Friseure, Reinigungskräfte, Maler sowie Menschen in metallverarbeitenden Berufen, Heil- und Pflegeberufen (Stichwort Latexallergie), Berufen im Nahrungsmittelbereich und in der Baubranche.
Neurodermitis
Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit einem quälenden, sehr starken Juckreiz. Sie ist eine der häufigsten Hautkrankheiten bei Kindern. Glücklicherweise verschwindet sie oft bis zur Pubertät. Die Betroffenen sind aber für die Entwicklung von anderen allergischen Erkrankungen meist ein Leben lang anfällig.
Eine Neurodermitis verläuft in Schüben. Die am häufigsten betroffenen Körperstellen sind das Gesicht sowie die Arm- und Kniebeugen. Die gesamte Haut ist sehr trocken und schuppig und reagiert auf viele, eigentlich harmlose Reize mit allergischen Symptomen. Auch psychische Faktoren wie Stress können solche Schübe auslösen.
Nicht "nur" ein Hautproblem
Die Neurodermitis schränkt die Lebensqualität der Betroffenen sehr ein: Sie können schlecht schlafen, und durch die Übermüdung sind sie oft regelrecht ausgepowert. Dazu kommen natürlich auch die sichtbaren Hautveränderungen, die für die meisten Betroffenen ein soziales Problem darstellen.
Ursache: unbekannt!
Die Ursachen für Neurodermitis sind noch nicht vollständig geklärt. Man weiß aber mittlerweile, dass es eine genetische Veranlagung gibt. Und die Erkrankten haben meistens einen extrem hohen IgE-Spiegel. Diese Antikörper richten sich vor allem gegen Umweltallergene - das sind zum Beispiel Hausstaubmilben, Katzenhaare, Pollen oder Nahrungsmittel.





