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Allergie - alles rund um die Allergie!

Die mit * gekennzeichneten Wörter finden Sie ebenfalls im Glossar!


5-Gräser-Tablette

Diese Tabletten werden in der sublingualen Immuntherapie* eingesetzt. Sie enthalten Allergene der fünf Gräser, die in unseren Breiten am häufigsten Heuschnupfen auslösen.

Aeroallergen

Ein Allergen*, das eingeatmet wird.

Allergen

Substanz, die eine allergische Reaktion hervorruft. Die häufigsten Allergene sind Pollen, Schimmelpilzsporen, Hausstaubmilben, Tierhaare und Insektengifte. Allergene bestehen häufig aus mehreren Antigenen*.

Allergenextrakte

Aus einem ursprünglichen Allergen* hergestellte Präparate, die bei der Diagnose (Pricktest*) und der Behandlung allergischer Erkrankungen verwendet werden (Hyposensibilisierung*).

Allergenvermeidung

Entfernung des Allergens* als Vorbeugungsmaßnahme (z. B. milbendichte Bezüge für die Bettwäsche). Die Allergenvermeidung wird auch oft als Karenz* bezeichnet.

Allergie

Übermäßige Immunreaktion gegen eine als Fremdkörper erkannte Substanz. Es gibt zahlreiche Allergien, vom plötzlichen und unter Umständen tödlichen anaphylaktischen Schock* über Asthma* und Nahrungsmittelallergien, Heuschnupfen bis hin zur Hautreaktion.

Allergologe

Ein Facharzt, der sich auf die Diagnose und Behandlung Allergien spezialisiert hat.

Anamnese

Alle Informationen, die der Patient dem Arzt beim Allergiegespräch (oder einem anderen Patientengespräch) mitteilt.

Anaphylaktischer Schock

Schwerste allergische Reaktion*, die – wenn sie nicht sofort behandelt wird – zu Herz- und Kreislaufversagen führen kann und eine Injektion von Adrenalin als Notfallbehandlung erfordert.

Antigen

Stoff, an den sich die Antikörper binden und die durch Lymphozyten "erkannt" werden können. Dank der Antigene werden auch körperfremde Substanzen vom Immunsystem erkannt.

Antihistaminikum

Medikament, das die Wirkungen von Histamin* neutralisiert. Es schwächt die allergische Reaktion ab.

Antikörper

Substanz, die vom Körper als Reaktion auf ein als fremd erkanntes Molekül freigesetzt wird. Die bei der Allergie gebildeten Antikörper sind Immunglobuline E (IgE).

Asthma (Bronchial-)

Beim Asthma kommt es zu Atemnot (Dyspnoe*), die bei der Ausatmung stärker ist. Außerdem sind eine pfeifende Atmung und häufig nachts auftretender Husten typische Asthma-Symptome.

Atopie

Erbliche Veranlagung zu allergischen Erkrankungen, vor allem allergische Rhinitis*, allergisches Asthma*, atopisches Ekzem* oder Nahrungsmittelallergie*.

Atopisches Ekzem

Eine andere Bezeichnung für Neurodermitis*.

Bronchiale Hyperreaktivität

Überschießende Reaktion der Bronchien bei unspezifischen Einwirkungen, insbesondere bei Asthmatikern.

Bronchodilatator

Medikament, das bei der Behandlung von Asthma* zur Erweiterung der Bronchien verwendet wird.

Cromoglicinsäure

Antiallergisches Medikament, dass die Freisetzung von Histamin* aus der Mastzelle* verhindert.

Dermatitis

Entzündung der Haut, genauer gesagt der Dermis.

Dyspnoe

Atemnot mit Zunahme der Häufigkeit und Tiefe der Atemzüge. Sie kann von Erstickungs- und Engegefühlen begleitet sein.

Ekzem

Hautreaktion, die sich als Rötung, Juckreiz und Schuppung äußert.

Entzündung

Reaktion, bei der es zu einer lokalen Temperaturerhöhung, Schmerzen, Schwellungen, Rötungen und eingeschränkter Funktion des betroffenen Organs kommt. Die allergische Entzündung spielt eine sehr wichtige Rolle bei Asthma*, Rhinitis* und Ekzemen*.

Etagenwechsel

Man spricht von einem Etagenwechsel, wenn der Heuschnupfen auch die tiefer liegenden Atemwege angreift. So entzünden sich auch die Lunge und die Bronchien, und ein chronisches *Asthma kann entstehen.

Gräsertablette

Die Gräsertablette ist ein Medikament, das zur sublingualen Immuntherapie* eingesetzt wird. Darin sind Allergene der fünf Gräser enthalten, die in unseren Breiten am häufigsten Allergien auslösen. Vereinfacht gesagt, kann man sich die Behandlung damit ähnlich wie eine Impfung gegen die Allergene vorstellen.

Histamin

Körpereigene Substanz, die von den Zellen des Immunsystems bei allergischen Reaktionen freigesetzt wird.

Hymenopteren

Hautflügler. Familie von Insekten, die zwei Paar bewegliche Flügel besitzen, z. B. Biene, Wespe und Hornisse. Ihre Stiche können zum Teil heftige Reaktionen hervorrufen.

Hyposensibilisierung

Mit einer Hyposensibilisierung soll die Reaktion auf Allergene abgeschwächt werden, indem der Patient durch die Verabreichung von immer mehr Allergenen nach und nach tolerant wird. Lesen Sie mehr dazu unter dem Menüpunkt "Immuntherapie"!

Immunglobuline

Familie aus Proteinen (Eiweißen), welche die Antikörper* bilden. Es gibt mehrere Klassen davon. Bei Allergien* sind Immunglobuline der Klasse E (IgE) beteiligt.

Immunität

Abwehrvermögen eines Organismus gegenüber einer äußeren Reizung.

Immunsystem

System im Körper, das es ihm ermöglicht, sich gegen Angriffe von außen zu verteidigen.

Interleukin

Protein (Eiweiß), das die Kommunikation zwischen den weißen Blutkörperchen und anderen Abwehrzellen sicherstellt. Es gibt zahlreiche Vertreter von Interleukinen, die an Entzündungsphänomenen beteiligt sind.

Karenz

Als Karenz bezeichnet man eine Art Vermeidungsstrategie. Indem man den Allergenen aus dem Weg geht, kann man auch die Symptome vermeiden. Allerdings kann die Allergie dadurch nicht geheilt werden.

Konjunktivitis

Entzündung der Augenbindehaut ("rotes Auge").

Kontaktekzem

Ein Kontaktekzem entsteht dort, wo der Körper direkt mit dem Allergen in Berührung gekommen ist. Es äußert sich durch Rötungen, Schwellungen oder Bläschen.

Kortison

Hormon, das normalerweise in der Nebennierenrinde gebildet wird und eine entzündungshemmende Wirkung hat. Synthetische Abwandlungen von Kortison (Kortikoide) werden als antiallergische Medikamente eingesetzt.

Kreuzreaktion

Reaktion auf nicht nur ein Allergen*, sondern auch auf Stoffe mit einer ähnlichen chemischen Struktur. Häufig treten Kreuzallergien zwischen Pollen* und bestimmten Nahrungsmitteln auf.

Leukotrien

Substanz, die von den Zellen des Immunsystems bei Überempfindlichkeitsreaktionen* gebildet wird und vor allem bewirkt, dass es bei einem Asthmaanfall* zu einer sehr starken Verengung der Bronchien kommt.

Lymphozyten

Kategorien von weißen Blutkörperchen, die an den Immunreaktionen beteiligt sind. Die B-Lymphozyten (oder B-Zellen) bilden Antikörper*. Die T-Lymphozyten (oder T-Zellen) haben verschiedene Funktionen: Eine Kategorie arbeitet mit den B-Zellen zusammen, eine andere tötet Eindringlinge wie z.B. Bakterien ab.

Mastzelle

Vor allem im Blut vorkommende Zelle, die Körnchen mit verschiedenen chemischen Mediatorsubstanzen enthält (insbesondere Histamin*). Bei allergischen Reaktionen kommt es zu einer Freisetzung der in den Mastzellen enthaltenen Mediatorsubstanzen.

Milbe

Tier, das zu der gleichen Gruppe wie Insekten, Spinnen und Schalentiere gehört. Zahlreiche Milben sind Parasiten des Menschen und Überträger verschiedener Erkrankungen (z.B. Zecken). Andere mikroskopisch kleine Milben hausen in unseren Wohnungen, vor allem in Teppichböden und Bettwäsche. Sie sind für verschiedene Allergien verantwortlich.

Nahrungsmittel- allergie

Überreaktion des Immunsystems* gegen bestimmte Stoffe, die in der Nahrung enthalten sind. Häufig sind Nahrungsmittalallergien eine Folge von Kreuzreaktionen*.

Nesselsucht

siehe Urtikaria*!

Neurodermitis

Eine Neurodermitis ist eine chronische Hautentzündung. Sie tritt meistens in Schüben auf. Neben einem sehr starken, quälenden Juckreiz gehört eine sehr trockene bis schuppige Haut zu den typischen Symptomen.

Patch-Test

Hauttest zur Diagnose des Kontaktekzems*.

Pollen

Auf den Staubgefäßen in der Blüte enthaltene Zellen. Vom Wind in der Luft verteilte Pollen sind während der Pollensaison sehr stark allergieauslösend.

Pollenflugkalender

Gibt Auskunft über den Typ der Pollen*, die während den verschiedenen Jahreszeiten zu erwarten sind. Dem Pollenflugkalender kann jeder Allergiker entnehmen, wann das Risiko einer Allergie gegen einen bestimmten Pollentyp am höchsten ist.

Pollinose

Gesamtheit der allergischen Erscheinungen (Rhinitis*, Konjunktivitis*, seltener: Asthma*), die durch eine Pollenallergie* bedingt sind. Ein Beispiel ist der Heuschnupfen.

Pricktest

Hauttest, mit dem für Allergien verantwortliche Substanzen nachgewiesen werden können.

Provokationstest

Der Provokationstest dient dazu, die Symptome der allergischen Reaktion unter ärztlicher Überwachung nachzuahmen, um die Rolle des verantwortlichen Allergens genau beurteilen zu können.

Pruritus

Juckreiz. Häufiges Symptom bei allergischen Reaktionen.

Quincke-Ödem

Das Quincke-Ödem tritt nach dem Konttakt mit einem Allergen auf. Dabei schwellen die unteren Hautschichten zum Beispiel an den Augen oder den Lippen stark an. Es kann auch im Rahmen einer Urtikaria (Nesselsucht)* auftreten.

Rhinitis

Entzündung der Nasenschleimhaut, die sich als Niesen, Juckreiz, verstopfte oder laufende Nase äußert. Sie kann durch Allergien ausgelöst werden. Wenn sie nur zu bestimmten Jahreszeiten auftritt, spricht man von einer saisonalen Rhinitis, wenn sie ganzjährig besteht, von einer perennialen Rhinitis.

Sensibilisierung

Wenn ein Allergen* zum ersten Mal mit dem Körper eines Allergikers in Kontakt kommt, sensibilisiert es diesen. Dies ist der erste Schritt der allergischen Reaktion*.

Sinusitis

Entzündung der Nasennebenhöhlen, der Hohlräume der Gesichtsknochen. Die Sinusitis kann die Folge nasaler Allergien* sein.

Spezifische Hyposensibilisierung (oder spezifische Immuntherapie)

Behandlungsmethode für Allergien*, bei der immer mehr Allergene* als Spritze oder sublingual (unter die Zunge) verabreicht werden, bis der Körper nicht mehr darauf reagiert. Sie ist neben der Allergenvermeidung* die einzige Behandlung der Ursachen der Allergie* und kann zur Heilung der Allergie führen.

Spore

Zelle, die es den Pollen erlaubt, ohne vorherige Befruchtung direkt zu keimen. Alle Pflanzen können Sporen bilden.

Sublinguale Immuntherapie (SLIT)

Bei dieser Form der spezifischen Immuntherapie* werden die Allergene direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen. Die Allergene sind in Tropfen oder geschmacksneutralen Tabletten enthalten. Die SLIT hat meist nur leichte Nebenwirkungen.

Tests (Haut-, Labor-, Provokations-)

Diese Tests müssen durchgeführt werden, um das urspchliche Allergen* zu bestimmen und die Allergie* wirksam behandeln zu können.

Theophyllin

Das Älteste Asthmamedikament. Es wirkt auf die Bronchialmuskulatur.

Urtikaria (Nesselsucht)

Hauterkrankung mit einem Ausschlag aus Quaddeln oder Papeln (Hautschwellungen), der von Juckreiz begleitet ist.

Vasokonstriktoren

Nasen- oder Augentropfen, die gefäßverengend wirken und die Schleimhäute abschwellen lassen.

Zellulärer Rezeptor

Stellt die Kommunikation zwischen den Zellen sicher, indem sich Botenstoffe oder andere Moleküle an den Rezeptor auf der Zelloberfläche binden. Bei allergischen Reaktionen führt die Bindung der Allergene* an die entsprechenden Antikörper* auf der Oberfläche der Mastzellen* zur Ausschüttung der darin enthaltenen Botenstoffe (Histamin*).

Überempfindlichkeit

Übermäßige Reaktion des Immunsystems, die allergische Reaktionen hervorrufen kann. Man unterscheidet einen Soforttyp (die Reaktion tritt sofort auf) und einen verzögerten Typ (die Reaktion tritt erst nach einiger Zeit auf).

Ödem

Ungewöhnliche Flüssigkeitsansammlung im Gewebe. Das Quincke-Ödem* ist ein riesiges Ödem im Bereich von Gesicht und Hals, das eine schwere allergische Reaktion darstellt.